Intelligente Vernetzung der innerbetrieblichen Wertschöpfungskette

Anwendungsszenario: Intelligente Vernetzung der innerbetrieblichen Wertschöpfungskette

Ein Geschäftsfeld der Firma Woll Maschinenbau GmbH ist die Planung, Entwicklung, Fertigung und Montage von Produktionsanlagen (für Automotive, Medizintechnik, Lebensmittelindustrie und Schwerindustrie) nach Kundenwunsch sowie Auftragsarbeiten wie Schweißkonstruktionen. Ausgehend von der Projektierung, dem Entwurf und der Konstruktion umfasst die Produktionstiefe dabei Fertigung und Montage sowie die Inbetriebnahme dieser Sondermaschinen. Die kundenindividuellen Produktionsanlagen werden in der firmeneigenen Konstruktions- und Entwicklungsabteilung geplant. Über die Laufzeit der Projekte werden mit zunehmendem Fortschritt immer mehr Bereiche und Personen involviert. Vom Projektleiter über die technische und organisatorische Konstruktion zur Arbeitsvorbereitung hin zum Meister, Teamleiter und der Fachkraft in der Produktion. Fehler oder Störungen, die in der Produktion, bspw. bei der Fertigung von Bauteilen oder deren Zusammenbau in der Montage oder bei der Inbetriebnahme auftreten, erfordern die Abstimmung der einzelnen Verantwortlichen. Zudem verfügen Facharbeiter in Fertigung und Montage über das Fachwissen, bestimmte Fehler zu beheben und die notwendigen Anpassungen bspw. in den Konstruktionsunterlagen zu dokumentieren.
Ein von NeWiP zu deckender Bedarf besteht darin, die an einem Prozess beteiligten Abteilungen besser und intelligenter zu vernetzen. Die an einem Projekt beteiligten Personen sollen je nach Kontext gezielt in einen Fehlerbehebungsprozess eingebunden werden. Neben informationstechnischen Unterstützungssystemen sollen auch Prozessabläufe und die Organisation optimiert werden, um die Produktivität zu steigern. Im Fall der Firma Woll Maschinenbau sollen bspw. Änderungen, die durch die Facharbeiter in der Produktion durchgeführt werden, gleich mittels geeigneter Mensch-Maschine-Schnittstellen (mobile Endgeräte) erfasst, dokumentiert und der Konstruktionsabteilung digital zur Verfügung gestellt werden, sodass Änderungen einfacher nachgepflegt werden können. Zudem sollen Facharbeiter durch ein Feedbacksystem über den Status ihrer eingereichten und aufgezeigten Änderungen informiert werden. Weiterhin soll im Produktentstehungsprozess die Überprüfung / Identifikation der verwendeten Materialien erfolgen und virtuell mit dem Produkt verknüpft werden. Es sind Methoden und Systemlösungen notwendig, um manuelle Arbeitsplätze mit der Konstruktionsabteilung zu vernetzen und die Facharbeiter in dieses System zu integrieren sowie eine durchgängige Dokumentation und Rückverfolgbarkeit der verbauten Materialien bis hin zum Endprodukt zu gewährleisten.

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